Von Grace Kelly und Hermès

November 12, 2009

Wenn in der Modewelt etwas seit 1935, also seit rund 75 Jahren gefragt ist wie eh und je, der Preis (ab ca. 4000€, nach oben hin quasi kein Ende) sein Übriges tut, dann muss das was heißen.
Zwar hat die „kleine Tasche mit Trageriemen“ ihren berühmten Namen und ihren damit verbundener Ruhm erst seit 1956, dafür ist ihre Namensträgerin aber keine andere als Grace Kelly, ihrerzeit Schauspielerin („Über den Dächern von Nizza“ und „Die Oberen Zehntausend“, unbedingt anschauen!), klassische Schönheit und Fürstin von Monaco.
Mit alledem und vorallem mit dem Erfinder der Kelly Bag, dem alteingesessenen französischen Modehaus Hermès, verbinden die meisten, mich miteingeschlossen, nicht nur Grazie, sondern eben auch angestaubtes Spießertum und weniger die Coolness, an die wir denken, wenn wir zeitgenössische Kollektionen von Alexander Wang und wie sie noch alle heißen, zu Gesicht bekommen. Aber eben nicht nur das, sondern auch Zeitlosigkeit und Nostalgie und genau die beiden Aspekte sind es, die mich reizen. Ich selbst bin ja eher wirrer Wildfang und Tomboy als grazile Schönheit, die sich zu benehmen weiß, aber wir kennen das ja alle mit den Gegensätzen und dem Attraktieren.
Mit Grace Kelly hatte ich eigentlich immer so meine Probleme. Oft, weil ich mit kühlen und klassischen Schönheiten nicht zurecht komme. Jedesmal allerdings, wenn ich mir „Die Oberen Zehntausend“ anschaue, sie in Bewegung und mit einem hinreißendem Humor sehe, bin ich doch wieder überzeugt und schließe sie in mein Herz. Und wahrscheinlich ist das mit der Kelly Bag genauso. Die Kelly Bag, das ist eine Tasche, die mir oberflächlich und auf den ersten Blick nie wirklich zugesagt hat, weil sie eben zwar schön, aber auch genauso kühl scheint. Aber wofür gibt’s schließlich den zweiten Blick? Catherine Deneuve ist (oder war) übrigens auch Kelly-Bag-Besitzerin. Und was soll ich jetzt noch sagen? Eins ist sicher: Bevor ich mir ein Eigenheim zulege, lasse ich mich auf die Warteliste setzen. Todsichere Anlage!

Und falls es jemanden interessiert: Ich hätte gerne eine in schlichtem und schwarzem Glattleder.
Muss auch nicht echt sein. Aber bitte keine aus Papier.
Grace Kelly

tasche

hermes
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6 Responses to Von Grace Kelly und Hermès

  1. Marcel on November 12, 2009 at 15:01

    Ach Grace Kelly.. was für eine Frau.

  2. lia.R on November 12, 2009 at 16:41

    Oh ja. Das erste Bild ist Wahnsinn.

  3. Brunhilde on November 12, 2009 at 17:00

    Die Kelly gefällt mir definitiv besser als die Birkin-Tasche, die ich langsam inflationiert finde (es gibt zuviele unterwegs).

  4. Natascha on November 12, 2009 at 17:00

    Mag ich nicht, die Kelly Bag. Sind genauso furchtbar in meinen Augen wie die Loui Vuitton-Taschen, die schreien alle nach “ICH HABE VIEL MEHR GELD ALS ALLE ANDEREN”.

  5. a. on November 12, 2009 at 17:36

    danke. herbst ist einfach toll, genauso wie herbstbilder. definitiv eine der schönsten jahreszeiten, wobei, jede hat was… irgendwie.
    +
    ich liebe die kelly bag, hätte ichd as geld hätte ich sicherlich mindestens eine… mit den kopien istd as ja so eine sache… eine niveauvolle zu finden… naja…
    kühle blonde, kühle klassische, mir sagt das ja alles sehr zu, besonders hepaart mit humor…

  6. Vanessa on November 12, 2009 at 18:02

    Also, ich find beide toll, Kelly und Birkin.
    Louis Vuitton ist ja nochmal ne ganz andere Sparte. Da besteht schon ein Unterschied zwischen den beiden. Louis Vuitton hat nen penetranten Logo-Print. Bei Hermes sieht man ja kaum, dass die eben von Hermes ist. Und eine Kopie ist ja auch nochmal was anderes als ne Fälschung. Bei dem klassischen Schnitt sehe ich da kein Problem.

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