Dick ist schick, fett ist nett…

January 7, 2010

Schwer ist schwer in Ordnung. Dünn ist doof, schlank macht krank. XL  -Luxusmodell. Die wenigsten kennen vermutlich dieses Lied von Jürgen von der Lippe, das mir prompt eingefallen ist, als ich erfahren habe, dass das V Magazine eigens eine Ausgabe für -in Modekreisen-übergewichtige Frauen (oder besser: Models) initiiert hat.

plus size

Geht ein Ruck durch die Gesellschaft oder wird das Prädikat „außergewöhnlich“ mittlerweile vorausgesetzt?
Von der Brigitte reden wir gar nicht, nein, High-Fashion-Magazin „V“ zieht mit der Size-Issue alle Blicke auf sich. Neuer Standpunkt zum Magerwahn oder einfach nur eine Marketingmasche? Ich gehöre grundsätzlich zur Sorte der Skeptiker. Für mich ist alles erstmal Mittel zum Zweck und weniger Weltverbesserergeschichte. Weil Geld regiert halt immer noch die Welt. Dass das in unserer Zeit gar nicht mehr so einfach zu kriegen ist, ist auch klar. Wer nicht mehr auffällt, fällt durch. Lady Gaga und Rihanna machen’s vor: Verrückt, verrückter, Erfolg.
Nachdem jetzt vergangenes Jahr Beth Ditto als Muse Karl Lagerfelds für Furore gesorgt hatte, Brigitte plante, der gesunden und normalen Frau zu huldigen (und gleichzeitig mit der Brigitte-Diät unter die Arme zu greifen, obwohl mittlerweile bekannt sein müsste, das gesund essen wohl die einzige gesunde Möglichkeit ist, abzunehmen und sein Gewicht auch zu halten, ohne nachher mit mehr dazustehen), muss noch einer draufgesetzt werden.
Dick wird in. Oder zumindest ein Trend unter den unsagbar vielen dieser Jahre. Dürr ist ausgereizt, wird sich aber halten. Entweder du fällst aus dem Raster (in welches Extrem wir rutschen, ist einerlei) oder du bist langweilig. Norm kann jeder.

Die “neue” Brigitte sagt auf einer ihrer Seiten, dass Models mittlerweile 23% dünner sind als normale Frauen. Vor 30 Jahren waren das scheinbar nur 8%. Kann gut sein. Wenn man allerdings bedenkt, dass unsere Bevölkerung immer dicker wird, 51% der Frauen übergewichtig sind, ist das eine eher einseitig beleuchtete Statistik. Es gibt halt immer zwei Seiten einer Medaille. Models sind dünner geworden, parallel dazu kursiert ein Fast-Food-Hype, der kaum Vergleiche kennt.

Den Ansatz finde ich gar nicht so schlecht, der Messias der dauerhungernden Frauen wird so aber keiner. Für mich zumindest nicht.

Die Idee ist schön, wenigstens geht mal ein dicker Wind durch die abgestandene und kalorienarme Welt. Ist ja auch irgendwie schon langweilig geworden, was Neues musste her. Und mit Klamotten kann man eh kaum mehr schocken. Alles schon da, alles schon gesehen.

Was hat’s gebracht? Man redet drüber.
Und wenn’s nicht das Gewicht ist, ist’s irgendwas anderes. Das perfekte Gesicht, der perfekte Busen, die perfekten Beine, was alles mittlerweile ordentlich in wahnsinnigem Ausmaße mit Photoshop bearbeitet wird und somit den Druck, der auf der Durchschnittsfrau lastet, nicht unbedingt mindert. Davon erleidet man zwar nicht den Hungertod und bekommt als Konsument nicht unbedingt eine Essstörung (deren Ursprung oft auch ganz woanders liegt als beim Betrachten eines  retouchierten Ideals) -glücklich wird man davon aber auch nicht unbedingt. Das gesundheitliche Wohl der Leserinnen war auch bestimmt nicht der Auslöser für die Size-Ausgabe des V Magazines (für Brigitte dann wohl doch schon eher, aber das ist ja auch eher Durchschnittsfrauenmagazin als Modegazette und konnte so auf viele neue Leser hoffen).

All das kontraproduktive Jammern bringt allerdings auch nichts, zumindest wird mal in Betracht gezogen, dass es abseits von Größe 34 auch schöne Menschen gibt. Das ist ja auch gar nicht falsch -im Gegenteil.
Mal schauen, ob das Dick-Dünn-Gehabe nicht auch bloß wieder ein kleiner netter Trend ist, um vom Alltag abzulenken. Immerhin ist das ja die glorreich benannte „Size“-Issue. Man musste also noch erwähnen, dass es sich hierbei um eine spezielle Ausgabe handelt, die normal bis (ganz!) leicht übergewichtige Frauen darstellt. In einer gewöhnlichen Ausgabe hätte man für diese Damen vermutlich keinen Platz (ohne nicht vorher zu erwähnen, dass dick auch gut ist oder einfach mal die gesamte Fotostrecke mit dieser Thematik zu benennnen). Abgesehen vom eher fragwürdigen Styling sind diese Frauen natürlich trotzdessen äußerst attraktiv. Bei mir stellt sich trotzdem nicht wirklich das Gefühl ein, hier eine Hommage an kurvige Frauen vor mir zu haben, wahrscheinlich Geschmackssache. Vielleicht sehe ich das auch zu pessimistisch. Eine ganze Ausgabe kurvigen Frauen zu widmen ist in Size-Zero-Zeiten (mein persönliches Unwort) doch ein gewaltiger Ausbruch aus gewohntem Fahrwasser. Auch wenn’s nur ein Modegag ist. Und das halte ich dann doch (und nur ungern) für sehr wahrscheinlich. Bizarre Welt.

plus size

Am Ende wird in der Mode sowieso immer diskriminiert und da zeigt sich eben auch die hässliche Seite. Einzig und allein die Opfer ändern sich. Spielen wir mal eine nahezu utopische Möglichkeit durch: Dick wird in, den Models werden “Fettpölsterchen” nicht weggeshoppt, sondern kräftig hinzugefügt. Eine von Natur aus dünne Frau hat keine Chance, sich dem Schönheitsideal auch nur anzunähern. Die Doofen sind jetzt andere. Wer im falschen Jahrhundert (oder Jahrzehnt) geboren ist, hat halt nichts zu lachen.

Beim Thema Gewicht und Gesundheit drehen übrigens alle bei Diskussionen grundsätzlich durch, wissen besser, beledigen, schimpfen mit großartigster und heißer Leidenschaft. Ich frag mich manchmal, wieso das so ist. Vielleicht weil es so persönlich ist, weil die Kluft zwischen Ideal und Realität weiter auseinander driftet, weil Frauen eben doch immer schön sein müssen, laut gängigem westlichen Gesellschaftscredo. Aus mäßiger attraktiven Männern werden Charakterköpfe, Frauen sind gleich hässlich. Das klingt sehr eindimensional und plump, aber so sieht das im Endeffekt eben tatsächlich oft aus.

Am Ende hilft allerdings sowieso nur eins: Versuchen, nicht alles zu schwer zu nehmen, seinen eigenen Frieden finden, einsehen, dass Schönheit viele Gesichter hat und dass Models auch Cellulite bekommen. Und vorallem sich klar machen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, kein Mensch perfekt ist und sich Illusionen nicht zum Vorbild nehmen. Ganz viele haben da allerdings so ihre Probleme. Arme Wohlstandswelt.

Bilder über thefashionspot.com

26 Responses to Dick ist schick, fett ist nett…

  1. hannah on January 7, 2010 at 15:48

    aber wieso um hergottswillen muss man sie immer in viel zu kleine klamotten zwängen??

  2. Verena on January 7, 2010 at 16:43

    Beruhigende Bilder…..und man schaut auf jedenfall 2mal hin! :-)

  3. Sue on January 7, 2010 at 17:09

    @ hanna: recht haste! genau das habe ich mich beim bilder betrachten auch gefragt..

    und vanessa: auf dem modebloggertreffen in berlin wurd ja gesagt, dass längere artikel kaum kommentare bekommen und generell irgendwie “unbeliebt” sind, weil alle nur outfitbilder sehen wollen. ich finde deine langen einträge toll, nicht nur die art und weise, wie sie geschrieben sind, sondern auch, dass wirklich köpfchen dahintersteckt.
    weiter so!

  4. Indigo on January 7, 2010 at 17:58

    Ich schließe mich vollkommen Sue (und den anderen beiden Vorrednerinnen) an – Danke für diesen Eintrag. Ich finde es erfrischend, das ganze Dick/Dünn-Thema mehr oder weniger nüchtern zu betrachten. Nicht nur, weil ich selber zu der besser bepolsterten Fraktion gehöre, nein auch, weil vielen einfach nicht klar wird, dass solche Magazin Ausgaben zwar ganz nett sind, aber auch nur der Profitgedanke dahintersteckt. Es ist doch ganz klar – wenn 51% der weiblichen deutschen Bevölkerung übergewichtig sind, macht es durchaus Sinn, ab und an mal genau duch solche Kampagnen diese Hälfte der Bevölkerung anzusprechen.

    Diese Ausgabe gefällt mir nicht, weil die Models nicht sonderlich geschmackvoll gekleidet sind und auch kein gutes Makeup tragen. Aber naja.. immerhin..

  5. Sue on January 7, 2010 at 18:23

    Ja, bis jetzt habe ich eine Einladung von Patrick Mohr (juhu :) )..
    Ich hab mich auf dem Bloggertreffen einfach nicht getraut, mal “hi” zu sagen :)

  6. Leila on January 7, 2010 at 19:36

    Da fängt es ja schon mal an. Was ist denn überhaupt dick? Die Frauen da oben sind es jedenfalls nicht. Die sehen vollkommen normal aus.

  7. lou on January 7, 2010 at 19:49

    die damen sind alle schön, die sachen, die sie tragen hmmh. nicht so..ne.. . aber es wird sich eh nicht durchsetzten, wie immer, und ich mag gern lange beiträge

  8. stridzi on January 7, 2010 at 20:33

    Heyhey….

    Ich mal wieder… Also diese diskussion über zu dick oder zu dünn versteh ich nicht…. ich bin selber sehr sehr schlank zeit meines Lebens… Hätte gern mehr kurven seit ich denken kann… Bin aber seit ich

  9. stridzi on January 7, 2010 at 20:45

    16 bin sehr maskulin.. In den 70er top modern… niemand hat über magerwahr usw gelästert… In den 90ern kamen die übergewichtigen in die medien… Für mich Leute die einfach nicht über die gleiche enegie verfügen wie ich (aber jeder tickt anders) egal… Es ändert immer wieder und das Ganze hat nichts mit den medien zu tun…. Jeder ist verantwortlich für sich selbst… Es gibt dicke und dünne… Solche die Ihr Gewicht beeinflussen durch irgendwelche psychiscche Probleme und andere Süchte.. Aber es gibt auch menschen die sind dick oder dünn und lieben ihr Leben wie sie sind… Und überhaupt…. das sind alles nur äusserlichkeiten und total unwichtig… Was nützt Dir eine schöne puppe und Du kannst Dich nicht auf deinem niveau mit ihr unterhalten? Aeusserst langweilig auf Zeit kann ich nur aus Erfahrung sagen…. OK wollte sagen.. Hört auf mit euren pauschalurteilen… Hört mehr auf euer herz und die innere Stimme und take the people how they are… Und wenn jemand mit sich zufrieden ist…. Take time for more important questions in youre life… Take care…

  10. stridzi on January 7, 2010 at 20:52

    Was ist schön? Wer entscheidet das? Jeder für sich selbst oder? Die Leute die sich nach den Medien richten und von dort ihr schönheitsideal indoktrinieren lassen sind eh blöd für mich… oder einfach zu jung… (was nichts mit dem jahrgang zu tun hat)… Be yourself and let youre soul flow…

  11. stridzi on January 7, 2010 at 20:54

    Last comment 4 panda: You discover the shiny world girl.. be proud of yourself… XO Stridzi

  12. Madame on January 7, 2010 at 21:22

    hands down
    gut geschrieben!
    es ist wirklich wahr, die dick-editionen erscheinen so plötzlich und vermehrt, wei pilze nach dem regen.
    das schlimme ist dieses jesus-saint-getue; uhh wir sind so gut, wir drucken auch dicke frauen!
    yes…

  13. martinA on January 7, 2010 at 21:43

    wow. das war gut.
    aber was ich durchaus merkwürdig finde ist,dass sie alle total das schöne gesicht haben,total schlank und perfekt.. dann sieht da der körper so aus,als wär alles nur am computer gemacht worden. haha. keine ahnung..
    und irgendwie ist das ja auch alles übertrieben. ich bin nicht schlank,auch nicht so,dass man denkt”boah ist die fett” aber halt.. keine ahnung auch nicht normal aber ich seh auch nicht wie die frauen oben aus :D
    das scheint mir alles sehr mysteriööööös. ohja.

  14. Rike on January 8, 2010 at 03:01

    Das ist der erste wirkliche sinnvolle Artikel den ich über diese ganze Angelegenheit im Internet gelesen habe. druckreif, finde ich.
    total gut.

    (Ich hoffe, du hattest noch einen schönen Abend im Keller. Ich bin nun doch unter die Blogger gegangen. Wir sehen uns auf der FashionWeek!)

    Rike

  15. a. on January 8, 2010 at 08:54

    es ist nicht die art von figur die mich persönlich vorderrangig anspricht, aber ich finde es nicht unästhetisch (was ja eigentlich auch schlimm wäre, da es ja keine krankhaft übergewichtigen menschne sind…)
    aber was mir sehr seltsam vorkommt, an diesen fotos sind die köpfe, sprich gesichter, die fast so dünn und schmal wie die der ‘size zero’ models sind, was dann doch ziemlich unrealistisch ist, schließlich setzt man zumindest etwas fett an kinn, wange und co an wenn auch genügend an oberschenkel, po und co vorhanden ist…

  16. proletkult on January 8, 2010 at 11:15

    Du hast mit deinem Artikel für mich eine neue Sicht auf diese viel zu oft geposteten Bilder eröffnet.
    Du hast ja Recht, ohne einen Hinweis darauf, dass man EXTRA dicke Models für ein Editorial genommen hat, wäre sowas doch nicht denkbar. Und um sich das mal klar zu machen, sollte man sich nur mal vorstellen, wie man selbst reagieren würde beim Aufschlagen der Vogue, in der ein übergewichtiges Model plötzlich meine heißgeliebten Traumkleider präsentiert. Nicht weil es schlecht aussehen würde, einfach nur, weil man es nicht erwartet! Als hätte sich die Redaktion da einen Scherz erlaubt!

    Und diese “Size-Issue”, so schön die Bilder und die Models auch sind, ist eine einzige Freakshow! wie hannah im ersten Kommentar schon bemerkte, werden sie in zu enge Kleidung gesteckt, als würde man sich still und heimlich über sie lustig machen wollen.
    Nun, ich denke Freakshow trifft es schon ganz gut. Paradox, wenn über die Hälfte von uns zu “diesen Freaks” gehört. Aber verstecken müssen sie sich trotzdem, denn es ist ja nicht das Ideal!!! -.-

  17. lola on January 8, 2010 at 12:31

    “druckreif”? leicht übertrieben wohlmöglich, oder wie sieht es aus mit euren ansprüchen an einen guten text? der vorliegende enthält nicht nur fehler, sondern auch viel zu lange sätze – was vollkommen legitim ist. im vergleich zu anderen texten in blogs mag er besser abschneiden und auch interessante gedanken enthalten, ihn aber so zu bejubeln — verstehe ich nicht. zu diesem thema gab es im übrigen auch originellere ansätze in anderen blogs (blica z.b.). einwenig mehr skepsis (wie vanessa es schon sagte) dem geschriebenem gegenüber und den worten, die gesagt werden, wäre genauso angebracht, wie dem oben besprochenem thema.

  18. suse on January 8, 2010 at 14:56

    Meiner Meinung nach sind solche Gesten vermeintlichen Wohlwollens doch nur Ausnahmen, die die Regel bestätigen und dass umso mehr je lauter sie daherkommen.

  19. Kim-Laura on January 8, 2010 at 22:28

    ich verstehe nicht warum hier immer das wort “dick” fällt ja ok für die mode branche sind sie “dick” aber im ich sage jetzt mal so “im wahren leben” doch als normal gebaute frau zu betitteln . Abgesehen davon das ich die bilder irgendwie schrecklich finde weil sie total ins schlechte licht gebracht wurden. Die Klamotten sind viel zu eng , wo man ja auch nur noch aussehen kann wie eine presswurst . Diese bilder geben mir auch nicht den eindruck das damit ´gesagt wird das “dicke” frauen auch schön sind , ich finde ehr das es ehr ins lächerliche gezogen wird.

  20. rena on January 9, 2010 at 12:47

    Vielen Dank für deinen Artikel! Ich mag ihn sehr!

  21. Kat on January 11, 2010 at 14:40

    die bilder sind großartig!
    eines davon habe ich auch illustriert, diese neue seite in der modewelt ist mehr als inspirierend!

  22. leo on January 11, 2010 at 21:14

    mal abgesehen von der diskussion inwieweit das marketing ist oder nicht, finde ich dass alle bilder so aussehen als ob man mehrmals ausgiebig mit photoshop darüber gegangen ist!! gerade bei der linken frau auf dem letzten bild fehlt irgendwie was am arm und am bein :P

  23. Mai on January 12, 2010 at 00:53

    Naja also über normal und unnormal lässt sich ja bekanntlich streiten. Betrachtet man die Damen da oben sind sie sicher nicht im Normbereich was gesunde BMIs angeht. Aber whatever. Die sehen trotzdem irgendwie ästhetisch aus, auch wenn Photoshop zumindest zur Hautglättung herhalten musste. Aber bei mangelernährten 1,80 Stangen, die vor lauter Calciummangel schon zu faulen Zähnen und einem Haarflaum auf Armen und Rücken, vor dem Chuck Norris respekt gehabt hätte,neigen, ist das wohl kein schlagendes Argument für ein gutes oder schlechtes Editorial. Oder man betrachtet halt nur die künstlerische Ausführung und das “Objekt” rückt mal in den Hintergrund. Aber wie mans auch sieht, hast du deinen Standpunkt sehr gekonnt und eloquent rüber gebracht und kriegst mal wieder ‘nen großen Daumen a.k.a fette Props ;D

  24. lisa on January 13, 2010 at 06:12

    öhm . ich denke nicht, dass der bmi nicht im normalen bereich liegt. bei deren größe (modelgröße) muss man schon einiges (!) wiegen um über nen bmi von 25 zukommen. das sind vollkommen normale frauen ( photoshop hin oder her ), das problem ist das schönheitsbild der gesellschaft.

  25. goldmaedchen. on January 14, 2010 at 00:30

    ich finde es sowieso unnötig, darauf so herumzureiten. wenn kurvige frauen so normal und toll sind, wie diese leute alle heuchlerisch behaupten, warum posaunen sie es dann so heraus und bringen nicht einfach mal so verschiedene körpermaße in fotostrecken ein, ohne kommentar. denn dieses “WHOA, plus-size magazin, dick ist toll” hört sich einfach immer an wie eine rechtfertigung, als wenn sie eine behinderung verteidigen würden oder so, krass ausgedrückt.
    so nach dem motto “ja ich weiß, dicke menschen findet ihr scheiße, voll nicht normal, wir müssen sie nun in den himmel loben, damit es einigermaßen positiv rüberkommt”. ätzend, sowas.

  26. Katrin on January 22, 2010 at 01:35

    Wie ich finde, ein sehr Guter Beitrag zu dem sei Wochen diskutiertem Thema. Ich fühl mich auf der einen Seite emotional total berührt und sitze glücklich schwelgend, da ich zu der Generation Size 46+ gehöre, auf der anderen Seite geht mir dieses ganze dick und dünn Geschwafel und noch viel mehr die Frage nach “Was ist denn mit den normalen, die sollten doch auch mal bedacht werden!”, tierisch auf die nerven. Genauso wie das Geschrei nach Vorbildfunktion der Models, und das solche Sachen ungesund wären und damit Menschen Mengen ins Verderben des Fettseins reißen würden. Was gesund ist, sollte immer noch jeder für sich selber entscheiden.
    Immer wird ein riesen Theater drum gemacht und es müssen extra Ausgaben für Dicke gemacht werden. Und wie du schon sagst, sollte der Trend sich wandeln, sie die anderen die Verlierer.
    Schön wärs doch, wenn endlich mal alle Menschen Mode präsentieren könnten: dick , dünn, groß, klein, arm ab oder arm dran, schief oder grade, blau, grün oder geld – einfach Menschen.
    Und keine Photoshopwesen, die man auf der Straße eh nicht wieder erkenne würde.

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