Ich bin ein ziemlich neidfreier Mensch. Um materielle Dinge beneide ich eigentlich gar niemandem, weil ich so ziemlich keinen Wert auf Statussymbole und Äußerlichkeiten lege (das Schlimme sind eher die Menschen, die genau das tun und einem so das Zusammensein erschweren) und auch sonst freue ich mich am Glück anderer, weil das Leben an sich eine ziemlich schwere und mitunter auch ziemlich bedrückende Art und Weise hat. Es gibt da aber doch jemanden, den ich irgendwie doch unheimlich beneide: die Franzosen. Zart, subtil, künstlerisch und lebensfroh -so das Image der Immereleganten. Alles, was wir harten und ruppigen Deutschen nicht sind. Wir sind unfreundlich und mürrisch, essen Wurst, sind fett und geschmacklos. Und es stimmt. Klischees sind kein Mythos, die meiste Zeit ist es so, wie es scheint. Zumindest wenn wir die deutsche Masse untersuchen. Bei Franzosen schwingt alles, allein schon die Sprache. Das Deutsch hingegen ist hart und abgehackt. Ein Goethe oder eine Domin oder ja, ein Mörike -alles Ausnahmen, die es schaffen, Deutsch schön klingen zu lassen. Bei Franzosen klingt selbst das Gossenjargon wie Poesie (solange man kein Wort davon versteht).
Und dann bringen die auch noch so Frauen wie Marion Cotillard hervor.

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Himmel, eine Traumfrau, ganz wie man sich eine typische Französin halt so vorstellt: standfest und trotzdem zart, weiblich, grazil, nie plump und das bestimmt selbst wenn sie raucht wie ein Schlot und trinkt wie ein Loch (und ist, bei Oprah meinte sie mal, sie liebe Burger über alles). Französin. Und dann singt die auch noch. Ganz furchtbar toll mit so einem leichten Kratzen und Rauch in der Stimme. 2007 konnte man sie deshalb schon als Édith Piaf in „La vie en rose“ bewundern (dafür hat sie auch den Oskar einkassiert). Ich hab letztens übrigens zweimal kurz hintereinander „Du & Ich“ auf Arte geschaut, nur weil sie da mitgespielt hat (und weil Franzosen -und das ist eben wahr- so nette Filme machen, die sich irgendwie immer auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und Ernst bewegen und somit niemals lächerlich wirken). Und dieser Mensch hier, den ich so mit Komplimenten zuschütte, kommt -natürlich!!!- nur so im statischen Bild rein gar nicht richtig zum Ausdruck. Weil in dieser wunderschönen Hülle steckt eine noch viel schönere Persönlichkeit.
Ich bin ein ganz klein wenig neidisch. Auf Frankreich. Auf Marion. Ach, aber nur ein bisschen, weil ich beide dann doch zu sehr mag.
Und für alle, die jetzt immer noch (unfassbar!) nicht vollkommen überzeugt sind: ihre Oskar-Pressekonferenz von 2008. Herrlich. Toll. Und bevor ich mich noch um Kopf und Kragen schreibe, höre ich an dieser Stelle auf.
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wie schön, dass es noch menschen gibt, die ähnlich “neidisch” auf die tollen französinnen sind (:
ich persönlich liebe die deutsche sprache gerade wegen diesen ganzen harten konsonanten. französisch ist zwar auch wunderschön, aber ich ich finde,dass es sich irgendwann wie ein schlaflied anhört.
Ich bin voll deiner Meinung. Ich finde die deutsche Sprache schrecklich. Französisch hingegen klingt zauberhaft und faszinierend. Deswegen hör ich mir auch hin und wieder Vanessa Paradis Songs an…einfach wunderbar
Nee, ich mag Deutsch, ganz arg sogar. Aber Französisch ist einfach dermaßen attraktiv, haha.
Die klingt als müsste sie gleich weinen! Zu süß.
Hier noch eine wundertolle Französin.
Victoria Legrand – Sängerin von Beach House.
http://anjakrystina.blogspot.com/2010/02/beach-house-oder-aber-auch-wie-sehr-ich.html
Marion ist wirklich bezaubernd! Du musst unbedingt LIEB MICH WENN DU DICH TRAUST gucken, ein richtig süßer, toller Film mit ihrem jetzigen Freund (oder Mann?).
Das Klischee von eleganten Französinnen bewahrheitet sich tatsächlich oft und ist auch mein liebstes Ikonenbild.:-)
Ich finde diese Franzosenliebe bescheuert. Ich habe selbst lange in Frankreich gelebt und kann nur sagen, dass die Franzosen genauso assi wie die Deutschen sein können. Und gerade im Moment reden die meisten jungen Französinnen eine derarrtige Gossensprache, dass einem die Ohren schlackern. Dass man bestimmte Frauen mag, kein Problem, aber das so zu verallgemeinern, ist einfach nur doof.
Ach, du, ich find auch Vieles bescheuert.
Französische Frauen: Oh JA!!!!…denn toll aussehen tun die Französinnen schon (meistens).
So viel zum Thema “Klischee”
Kleiner Trost: Im Gegensatz zu uns Deutschen ahben’s die Franzosen nicht so mit der Hygiene, kenne eine ganze Reihe von Französinnen, die weder putzt (”wieso sollte isch misch auf sowas herablassen?”) noch aufräumt, noch regelmäßisch ihre ‘aare wäscht….dafür aber immer ‘hübsch gestylt aus dem Haus geht
Oh Gott Miri, so was Dummes habe ich ja lange nicht mehr gehört! Ich weiß ja nicht, welche Leute du kennst, aber zu sagen, dass die Französinnen es nicht mit der Hygiene haben, lässt mich (fast) sprachlos. Achja, alle Amerikaner sind dumm und alle Deutschen Nazis.
Cool: Alle Vorurteile beisammen soweit ich das überblicke. Oder wer will noch mal, wer hat noch nicht?
Haha, Europäerinnen rasieren sich nicht.
Französinnen aber schon.
Und Engländer haben alle schlechte Zähne.
Sie sieht wirklich hinreissend aus.
unfreundlich und mürrisch sind die franzosen doch aber auch. hm. vielleicht nicht die franzosen. die pariser aber!
Also ich bin nicht ohne Neid wenn ich ehrlich bin
Aber gut ich probiere es im Alltag meinen Neid und meine Gefühle in den Griff zu bekommen. Meistens sind die Leute die sagen, dass sie nicht neidig sind schon. Aber du bist das nicht denke ich.
Lg
manuela