It would have been enough to think that we are humans

November 8, 2010

Man lebt einen Monat im neuen Leben und der Versuch, sich um 180 Grad zu wenden und all seine Altlasten in der Heimat zu lassen, scheitert noch bevor er überhaupt angefangen hat. Gnadenlos beisst es dich wie ein Löwe in den Nacken. Am Schönsten ist dann immer noch, wenn man eigentlich gar nicht weiß, was man da gerade macht und sich gleich schon in der ersten neuen Zeit  da plötzlich etwas ankündigt, was Gutes und Neues, mit dem man natürlich so gar nicht gerechnet hat, von dem man eine vage Ahnung hat, dass das was sein könnte, das ganz viel verspricht oder versprechen könnte und das Gute daran macht einem dann ganz viel Angst, weil man sich immer fragt, was kommt danach und weil man Angst hat, wie sich dieses Gute so anfühlen könnte, eben so ganz anders als sonst. Und deswegen setzt man alles daran, es nicht soweit kommen zu lassen, dass was Gutes passiert. Die Faulheit, sich aus den alten Ketten zu winden, ist soviel größer als der Mut, den man aufbringen müsste, etwas einfach nur passieren zu lassen, ganz einfach. Mit Sicherheit wäre es jedoch den einen Versuch wert. Und jeden weiteren auch.

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One Response to It would have been enough to think that we are humans

  1. madame on November 9, 2010 at 21:15

    fast ein tränchen verschüttet.

    genauso geht es mir. ständig. der ewige kreislauf der neuanfangsversuche.

    danke für diesen text!

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