Ein halbes Jahr nach der persönlichen Wende

March 24, 2011

Liebe LeserInnen,

vor einiger Zeit sprach ich hier auf Panda Fuck von meiner persönlichen Wende im Bezug auf meine Kleidungsphilosophie. Das ist jetzt mehr als ein halbes Jahr her und ich denke, es ist ganz interessant, zu erfahren, wie das Ganze bis jetzt verläuft, gibt es doch einige unter euch, die sich auch mit dieser Thematik beschäftigen und ihre Gewohnheiten geändert haben oder es zumindest vorhatten.

Nun, ich muss gleich mal zu Beginn sagen: Es klappt wunderbar, phänomenal, super.
Vielleicht mag das auch daran liegen, dass ich ziemlich langweilig geworden bin, was meine Kleidung angeht (ich persönlich heiße das ja sehr willkommen, sah ich doch viele Jahre äußerst, nunja, interessant aus, wenn ich das Haus verlassen habe). Wirres Zusammenhäufen seltsamer Modetrends in abertausende Tüten gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Wildes Experimentieren auch. Dafür ist mir mein Geld zu kostbar geworden und meine Ansprüche zu hoch.

Die Investition in meine ersten Designer-Schuhe habe ich bis jetzt nicht bereut (und freue mich über das niederschlagsarme Klima Wiens, auch wenn bereits ein nasses T-Shirt meinen Schuhen leichten Schaden zugefügt hat, das mit der Achtsamkeit muss ich noch lernen).

Das war auch übrigens bis jetzt mein einziger Schuhkauf in diesem Jahr (bis auf Laufschuhe, aber das zählt ja nicht).
Ansonsten haben sich merkwürdigerweise einige Kleidungsstücke zurück in mein Leben geschlichen, die sich als Dauerbrenner erwiesen haben, vorwiegend in den Farben Oliv, Grau, (Hell-)Braun, Schwarz und Weiß. Das älteste Stück, ein Schal, ist gute 6 Jahre alt. In Zeiten, in denen H&M und Co. mehrmals im Monat neue Kollektionen herausbringen, ein Zeitalter.
Meine letzte Investition im Bereich Kleidung war dann übrigens mein Parka von der mir vorher unbekannten Marke Vila. Ganz zufrieden war ich mit der Verarbeitung anfangs nicht, trage ihn jetzt aber täglich und bereue auch diesen Kauf nicht.
Meistens trage ich Stücke, die sich bei mir über lange Zeit bewährt haben; es ist keine Seltenheit mehr, dass ich mehrere Tage hintereinander eine schwarze Leggings trage und dazu meine 3 Jahre alten Biker Boots, vermutlich teilweise aus reiner Bequemheit, sieht aber auch lässig aus und ich bereue, mir damals nicht die Echtledertreter gekauft zu haben, die das Doppelte kosteten. Aber trotz beinahe täglichem (!) Tragen, halten sie sich noch recht gut. Meine Minnetonka-Stiefeletten habe ich übrigens auch wieder für mich entdeckt, nachdem ich sie 2007 (?) im Kate-Moss-Trend-Fieber günstig gekauft habe. Nach dem Trend ist vor dem Trend, das Gleiche gilt für Blazer und Chucks -wahre Evergreens.

Zwei meiner Standardoutfits, in gewohnt schlechter Foto-Qualität

Ich bin froh, Panda Fuck in eine Richtung gelenkt zu haben, in der meine Leser, also ihr, nicht ständig neue Produkte erwarten, die in täglichen Posts aufbereitet werden. Das hätte ich mir so gar nicht leisten können, hätte ich das beibehalten wollen und darunter hätte -natürlich!- die Qualität meiner Garderobe massiv gelitten und meine Laune vermutlich auch. Natürlich bin ich auch froh, dass ihr das doch schätzt, wie ich durch eure zahlreichen Kommentare erfahre, die zwar weniger geworden sind, dafür aber mit sehr viel mehr Tiefe verfasst werden, was mir immer wieder neuen Ansporn gibt, mich mit den Dingen doch intensiver auseinanderzusetzen.
Mit guten Kleidungsstücken fühlt man sich auch besser. Das mag übertrieben klingen, aber in einem Acryl-Pullover nach 5 Minuten zu schwitzen wie ein Wasserfall, ist eher unangenehm und oft hab ich mich gefragt, ob ich nicht ein kleines Schweißdrüsenproblem habe –bis ich mich eben endlich mit dieser Thematik Kunststoff auseinander gesetzt habe, Plastikfasern ahoi.
Die Qualitätansprüche habe ich aber nicht nur in Bezug auf Kleidung. Für Schmuck gilt mittlerweile das Gleiche: Echtschmuck ist Trumpf. Vor 2 Jahren kaufte ich mir drei Silberringe für gerade mal 14 Euro. Bis heute trage ich sie gerne und oft und sie haben nichts an ihrem Aussehen eingebüßt(Gutes muss übrigens nicht gleich teuer sein. Ein gutes Kaschmiroberteil von beispielsweise Zara hält ebenfalls eine lange Zeit und es geht hier ja um die Menge, die gekauft wird).
Vor einigen Wochen habe ich mir quasi die selben noch einmal gekauft. Allerdings handelte es sich diesesmal um Modeschmuck. Das Fazit: Nach zweimal Tragen sind alle Ringe angelaufen und haben diesen unschönen matten Rostton.

Es geht hier ja nicht nur um die Qualität, nein, ich könnte mir ja auch jede Woche ein neues Pack Ringe für Zweifuffzig kaufen und die angelaufenen wegwerfen. Dass das aber eine relativ große Menge an Müll produziert, ist auch klar.

Nachdem ich soviel Ballast loswerden konnte (und ich hoffe, ich kann noch mehr loswerden, vielleicht findet sich ja nochmal der ein oder andere Flohmarkt) und das Tragen der neuesten „IT-Pieces” den anderen überlasse, geht alles ein bisschen cooler vonstatten. Früher habe ich das noch gebraucht, klar, in meiner Teenie-Zeit, ist ja auch pubertätsbedingt, wissen wir ja alle. Da hatte ich solange Pfeffer im Arsch, bis ich endlich DIE Schuhe in der Hand hatte, nach denen alle anderen sabbernd gierten. Was für Adrenalinschübe da immer in mir hochkamen, unfassbar. Jetzt balanciere ich lieber auf dem Brückengeländer. Bungeejumping wollte ich eigentlich auch noch mal ausprobieren, mal sehen…

So redundant ist das Schreiben über das Klamottenkaufen übrigens gar nicht, wenn wir uns überlegen, wieviele Menschen sich tagein tagaus auf den Einkaufsstraßen dieser Welt tummeln und kaufen, was das Zeug hält.
Shoppen als Religion. Hier ein kleiner Teaser zu diesem Thema, das ich schon seit Längerem im Posting-Auge habe und auch sehr interessant finde (ich hoffe, ihr auch).

27 Responses to Ein halbes Jahr nach der persönlichen Wende

  1. Tine on March 24, 2011 at 13:45

    Das tut so gut, das zu lesen. Trage heute auch dasselbe wie gestern (natürlich frische Unterwäsche und Strümpfe, ist klar) und gebe Dir auch absolut recht in puncto Qualität. Ich habe einen wunderschönen, schweineteuren Wintermantel von APC, schon die zweite Saison (quel faux-pas!) und freue mich jedes Mal, wenn ich ihn anziehe, weil der Stoff einfach toll aussieht. Leider kaufe ich aber immer noch zu viel.

  2. Sue on March 24, 2011 at 14:24

    Ich kann nur zustimmen: ich trage nur noch Echtschmuck, seitdem mein Finger nach einem Tag mit einem H&M-Ring mal aussah wie von Grünspan befallen..
    Taschen und Schuhe kaufe ich nur noch in Leder, alles andere geht mir einfach zu schnell kaputt und ist mir für die Qualität dann immer noch zu teuer (weil Preis und Leistung ja nicht stimmen).

    Ansonsten kann ich nur berichten, dass dein Artikel mich dazu gebracht hat, noch bewusster Kleidung zu kaufen, und ich im letzten halbe Jahr quasi nichts gekauft habe mit Ausnahme von Winterstiefeln, die nötig waren, und Basics wie Blusen oder Longshirts, die im Kleiderschrank nicht fehlen dürfen.

    Also: weiter so und bitte immer mal wieder über das “Projekt” (ich nenne es mal so) schreiben, ich bin dabei :)

  3. Vanessa on March 24, 2011 at 14:28

    Danke, ihr beiden!
    Tine, bin auch ganz angetan von APC…Was das einkaufen anbelangt. Vielleicht gelingt’s mir leichter, weil ich Schwabe bin, die halten ja gern ihr Geld zusammen (wobei, für gutes Essen gebe ich gerne und oft was aus…:) )

    Sue, das freut mich sehr zu hören, dass es andere auch angehen, bewusster zu konsumieren, tut aber auch gut, oder irre ich mich da? ;)

  4. ani on March 24, 2011 at 16:25

    Aber weißt du was? Es würde mich unheimlich interessieren, mehr deiner Outfitbilder zu sehen. Einfach um zu sehen, wie dir das persönlich gelingt. :) Es ist außerdem schade, dass du nur noch so selten postest. Aber dafür sind deine Artikel jedesmal sehr interessant.

  5. sophie on March 24, 2011 at 16:43

    wallah, ich liebe deinen blog :)
    und finds sehr schön dass du kein dummes mode püppchen bist die ihr geld zum fenster rausschmeißt und dann damit im internet rumprollt. aber dazu hast du ja auch eigentlich zu viel grips glaub ich … ;)
    ich bin inzwischen dazu übergegangen mir einfach gar keine klamotten mehr zu kaufen, weil mir shoppen einfach zu anstrengend ist. mehr geld hab ich trotzdem nicht … haha.

  6. Vanessa on March 24, 2011 at 18:25

    Danke, danke! Die Komplimente gebe ich alle an euch zurück! Freue mich, über das Feedback!
    sophie, ich bin trotzdem auch irgendwie immer notorisch pleite. Vielleicht sollte ich mich weniger rumtreiben oder in Wien die Türsteher klarmachen. Aber man lebt ja nur einmal und Geld kommt und geht. :)

    ani, Outfitbilder finde ich mittlerweile sehr gewöhnungsbedürftig…ich mag nicht so gern, wenn andere Menschen und dann noch anonym über meine Kleidungsart urteilen, weil es mir eigentlich auch egal ist. Ich weiß natürlich, was du meinst, dich interessiert die Umsetzung, gibt aber soviele Leute, die einem was reindrücken und das kann ich einfach nicht gebrauchen…:/
    In meiner Zeit als “Modebloggerin” habe ich immer wieder erlebt, wie man sich rechtfertigen musste bezüglich des eigenen Körpers, der sobald er ins Internet getragen wird, das Eigentum aller wird. Komisches Phänomen…
    Vielleicht mache ich das ab und an wieder, dann vielleicht ohne Kommentarfunktion unter den jeweiligen Posts. Mir ist das mittlerweile sehr unangenehm geworden…auch mich und mein Äußeres in den Mittelpunkt zu rücken. Von mir gibt’s im Blog ansonsten ja schon reichlich genug. ;)

  7. Tine on March 24, 2011 at 21:47

    Haha, ich bin ja eigentlich auch ein Schwabe… So hab ichs noch gar nie betrachtet, stimmt, für gute Dinge geben wir gern Geld aus!
    Dann besinne ich mich jetzt in Zukunft mal noch mehr auf meine Wurzeln ;-)

  8. Maria on March 25, 2011 at 08:54

    Ich find es gut, dass es dir vor allem um weniger Konsum geht. Und dass nicht das Ziel ein Ankleiderzimmer sein sollte, indem man vergisst, was man eigentlich alles besitzt.
    Klar, das Gefühl sich gerade den neuesten heißen Scheiß zugelegt zu haben, das befriedigt kurzzeitig. Aber spätestens nach einer Woche ist das vergessen, weil es ein neueres “heißeres” Objekt der Begierde gibt. Letztendlich sagt eben das genau extrem viel über uns selbst aus.

    Ich finds gut und freue mich immer über deine Text. Great!

  9. ani on March 25, 2011 at 11:47

    Das kann ich verstehen, mir geht’s da ähnlich, auch ohne Blog. Aber wie du gesagt hast, vielleicht ohne Kommentarfunktion, weil, egal ob’s einen im Grunde interessiert oder nicht, anonyme Lästererer ziehen einen trotzdem irgendwie runter. Aber letztendlich bleibt’s ja dir überlassen und ich freu mich auch weiterhin über Texte von dir. (:

  10. Vanessa on March 25, 2011 at 12:16

    Und ich freu mich umso mehr über euch! Danke! :)

  11. Eileen on March 25, 2011 at 12:34

    So, zum ersten Mal aeussere ich mich nun auch einmal (und das liegt jetzt nicht daran, dass ich mich vor meiner Bachelor-Arbeit druecken moechte…), bin ich doch sonst eher die passive (aber nicht weniger begeisterte) Leserin deines Blogs.
    Der besagte ‘weniger-konsumorientierte’ Lebenstil geht auch bei mir seit einger Zeit auf: Man hat einfach mehr Freude an Qualitaet, sei es nun eine Jacke oder auch Schmuck. Mein Studentenbudget laesst es zwar leider nicht zu, besonders viele hochwertige Stuecke zu erstehen aber ein Anfang ist immerhin gemacht und ich verbringe viel weniger Zeit damit, meinen Kleiderschrank auszumisten und mich von ausgeleierten, farblos gewordenen H&M Teilen zu verabschieden.
    Ausserdem: Lese deine Texte wirklich sehr gerne, mach weiter so! Viele Gruesse aus London nach Wien!

  12. Cupcakequeen on March 28, 2011 at 09:17

    Ich stimme dir auch voll und ganz zu. Ok, ich werde wahrscheinlich dem Schweden nie ganz abschwören, aber wenn ich überlege, wieviel Geld ich noch vor anderthalb Jahren da reingepummt habe, muss ich schmunzeln. Zwar habe ich auch mittlerweile in meiner Wohnung ein Ankleidezimmer, aber das wird eher leerer als voller, weil ich in letzter Zeit auf ausgewählte Basics und Lieblingsteile reduziere. Außerdem habe ich mit Nähen und Stricken angefangen und da lernt man gute Qualität zu schätzen. Stecke mein Geld mittlerweile lieber in guten Stoff oder Wolle.

    Mach weiter so!

  13. Sue on March 28, 2011 at 16:01

    Hey Vanessa,
    ich sehe deine Antwort jetzt erst, Schande über mich :)

    Ich stimme dir da total zu, dieses bewusstere Konsumieren macht viel aus, vor allem fühlt man sich besser, was den Umgang mit Geld angeht. Ich bin gerade dabei, meine Acryl-Pullover durch Baumwoll-Pullover zu ersetzen (habe gerade eben einen schönen schwarzen gekauft).

    Vor allem finde ich, dass man viel mehr im Kleiderschrank hat, wenn man in gute Basics invesiert.

  14. Ela on March 28, 2011 at 18:41

    Deine Posts bezüglich des Kleidung-Konsums treffen für mich immer genau ins Schwarze. Leider stehe ich aber immer vor dem selben Problem- was tun mit wenig Geld? Welche Läden verkaufen qualitativ Gutes zu einem realistischen Preis? Neuerdings habe ich auch den Anspruch, dass Kleidung allein für mich sein soll- und daher auch keinem Schaden sollte, sprich Fair Trade. Ich möchte nicht, dass jemand unter dem Existenzminimum für meine neuen Stiefel lebt…aber ja, alles sehr schwer. :/

    Außerdem habe ich noch eine Frage bezüglich Wien- ich stehe grad kurz vor dem Abitur und würde gerne an der Wiener Uni studieren und stehe vor 345093485 Fragen und finde keine rechte Anlaufstelle. Egal ob es um das Studieren ansich geht (kann ich da einfach als Deutscher studieren? Welche Papiere brauche ich) oder ob es um die Wohnsituation (Kosten etc.) geht. Hast du da einen guten Tipp für eine Anlaufstelle?

  15. Vanessa on March 29, 2011 at 22:00

    Ela, ist die mail-Adresse, die du angegeben hast, korrekt? Dann schreibe ich dir gerne eine Mail zum Thema!

  16. Ela on March 30, 2011 at 20:20

    Ja, ist sie. Würde mich sehr darüber freuen!

  17. Nina on March 31, 2011 at 16:47

    Liebe Vanessa, ich fand deinen Wandel bis zu einem gewissen Punkt auch sehr interessant und vor allem beispielhaft, aber allmählich wird mir das doch zu dogmatisch. Ich hatte auch Freude an Deinen Posts zur Mode und den Fotos. Natürlich soll man nicht ständig millionen Tüten vom H&M nach Hause schleppen und wahllos Billigschnäppchen kaufen. Aber andererseits macht Mode doch auch Spass und wenn man ein bisschen fokussierter shoppt , bleibt es doch auch spannend und schön sich nach Geschmack und Stimmung zu kleiden. Immer der alte Parka und eine bestimmte Tasche oder so, die so wahnsinnig praktisch ist und Jahre halten soll, oliv und grau Töne, und alles ganz pragmatisch- da sag ich nee! Ich freu mich jetzt zum Beispiel auf Frühling und Sommer, ich will jetzt bunte Farben und es gibt auch ein paar schöne neue Kleidlungstücke die das rüberbringen. Daran kann ich mich erfreuen. Natürlich erfreue ich mich auch an anderen Dingen, Filmen und Büchern und Musik, und wenn die Nachrichten mal nicht ganz so heftig ausfallen!

  18. lisa on April 1, 2011 at 12:06

    Vanessa, du bist was dieses Thema angeht eine echte Inspiration für mich.
    Meine wahnsinnige Shoppinglust hat sich im Lauf des letzten Jahres extrem reduziert. Klar machen mir schöne Klamotten immernoch Spaß, und klar freue ich mich über ein hübsches neues Teil. Aber ich bin an einem Punkt wo ich auf ASOS dreißig Teile toll finde, die Seite aber doch wieder schließe ohne etwas gekauft zu haben. Ich bin mir sicher, dazu beigetragen haben auch deine Posts zu dem Thema (und die zum Thema Wardrobe Building von Vicky (pickedpics.blogspot.com)). Vielen Dank dafür!
    Toll finde ich auch, dass dein Blog durch diese Entwicklungen nicht weniger besuchens- und vor allem lesenswert geworden ist. Weiter so, du bist eine tolle Persönlichkeit!

  19. Elaine on April 3, 2011 at 00:42

    ich freu mich sehr über dien Blog und deine Texte und deine Einstellung – diese hat mir einen Ruck gegeben. Ich versuche kleidungstechnisch immer essentieller zu werden daher verzichte ich auf sämtliches Gebimsel und verwirrende Schnitte und auch auf Schmuck – es ist einfach nicht nötig – ich möchte von nichts ablenken und kein Wohlstand vortäuschen, ich möchte keine Markennamen auf meinen Kleidern haben. Ich möchte es zeitlos und (JA!) bequem haben, ich möche mich in dieser Kleidung frei bewegen können. ich möchte, dass man MICH wahrnimmt.
    Es gibt wirklich viel zu viel Kram auf der Welt und es wird unaufhörlich mehr. Sehr oft auf die Kosten der Arbeiter woauchimmer. nach einer Reportage (von Arte glaube ich) frage ich mich ständich ob an mir ein Kleidungstück ist, das irgendein Leiden verursacht hat oder gar jemand in dem Herstellungsprizess umgebracht hat. Dann bevorzuge ich doch lieber einen Hersteller bei dem das bedenken geringer ist.
    Es lohnt sich allemal in qualitativ hochwertige Sachen zu investieren. Schuhe müssen aus mehreren Gründen gut sein. Gerade suche ich nach einer guten Tasche die langlebig, neutral, praktisch ist und vor allem am liebsten gar nicht modisch aussieht. Form folows function. daran glaube ich.
    Ich wünsche allen jungen Damen und Herren die dein Blog verfolgen dran zu bleiben und hoffe, dass diese weiter auf ihre Freunde und Geschwiester und sonst noch wen Einflüs nehmen.
    Das Geld sollte man tatsächlich in Erlebnisse reinstecken: Reisen, gutes Essen. Oder in Equipment der die eigene Arbeit schöner und angenehmer macht und einen weiter bringt., wie z.B. gute buntstifte für Lichtbeständige Illustationen :)

  20. Ally on April 25, 2011 at 19:02

    Hallo Vanessa!
    Ich finde deinen Blog, jetzt wo er von Modeblog zu , nun ja, was ist es denn? geworden ist, total super! Ich habe angefangen zu nähen, habe mir statt Geld zum shoppen eine Nähemaschine zum Geburtstag gewünscht und erfreue mich an selbst genähten Jute-Taschen und Ballonröcken mit grellbuntem Blümchenmuster. Ich will gerne individuell aussehen, mit H&M Klamotten finde ich das schwierig umzusetzten. Qualität ist mir wichtiger geworden, auch wenn ich nicht so viel Geld habe, um mir wirklich teure Sachen zu kaufen. LIeblingsstücke trage ich eeeeewig. Ich habe z.B. Schlafanzüge, welche ich seit ich 14 bin trage. Die allertollsten Stiefel, die ich vor zwei Jahren bei Topshop gekauft habe, sind mein ständiger Begleiter im Winter. Natürlich erfreue ich mich noch am shoppen, ich tue es gerne und oft, aber ich komme nicht jedes Mal mit Tüten nach Hause. Letztens habe ich ein Sommerkleid, Stoff und Sandalen gekauft. Außer dem Stoff habe ich alles gebraucht. Aus dem Stoff wurde ein Rock, an dem ich mich jetzt erfreue.
    Wer dauernd, planlos, trend-geil shoppt, der soll das gerne tun. Ich find’s nicht schlimm, aber ich habe festgestellt, dass das nichts für mich ist.

  21. jule on April 26, 2011 at 03:34

    hallo,
    ich finde es sehr interessant, dass sich die typsichen “lifestyle-entwicklungen” mittlerweile auch in blogs abzeichnen. nach dem lesen deiner beiträge musste ich direkt an die nächtlichen clubbesuche von mir denken. in der ersten zeit bewundert man die coolen, etwas älteren partyleute, dann gehört man irgendwann dazu. ein paar jahre später geht man immer noch hin und denkt sich “och nööö..diese ganzen möchtegerns, nur noch kinder hier!” ( vielleicht noch ein mitschwingender gedanke: “wir waren/sind viel cooler” ) und irgendwann kommt die zeit, in der es einem egal ist und man sich keine gedanken mehr darüber macht.etwas leichtigkeit und oberflächlichkeit genießen kann, nachdem man bis mitte/ende 20 die ersten härten des lebens erfahren hat. ;-)
    als ehemals passive, anonyme leserin und seit heute aktive leserin und bloggerin hinterlasse ich liebe grüße!

  22. Jo.hanna on May 1, 2011 at 22:51

    Deine Worte zu ” Konsum aus Angst vor dem Tod” finde ich perfekt getroffen auf das Dilemma Mensch und das Sein. Ich lese^^

    grüße

    http://johannasbox.blogspot

  23. nathalie on June 24, 2011 at 00:08

    ein bisschen spaet fuer diese frage…aber in welcher groesse hast du den parka von vila denn gekauft? der sieht sehr praktisch aus und ich wuerd mir den auch gerne zulegen, bin mir aber nicht sicher wegen der groesse. online-shops sind da ja so eine sache für sich! ist er sehr gross geschnitten? waere dir sehr dankbar fuer eine antwort! merci und liebe grüsse

  24. Vanessa on June 24, 2011 at 08:33

    Hallo nathalie!
    Den Parka habe ich in XS gekauft (bin 164cm), der fällt relativ groß aus, wobei er auch mehr Cape-Jacke ist und mehr so zeltartig. Ich glaube, den könnten (nicht allzu große) Menschen zwischen XS und M ganz ohne Probleme tragen. Der ist aber an sich wirklich sehr toll, der erntet immer wieder mal Komplimente!

  25. nathalie on June 25, 2011 at 03:08

    vielen dank fuer die schnelle antwort! und super blog uebrigens! sehr individuell und mit intelligenten themen. schoen mal wieder so etwas zu finden unter den vielen stumpfen modeblogs. daumen hoch & weiter so :)

  26. Maren on June 26, 2011 at 17:07

    Ich sollte so langsam auch mal auf echtleder gehen bei meinen Handtaschen.
    Die letzte die ich mir bei H&M gekauft hab geht immer und immer mehr kaputt und dass es ja nicht so dolle is wenn kleine plastik nudeln aus den nähten der Handtasche schaun kann man glaub gut verstehen. Vielen dank für den insgeheimen tipp ;D

  27. [...] und hier schreibt eine Mode-Bloggerin über ihren persönlichen [...]

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