Jetzt machen wir mal wieder Inspiration Pt. 1: Nowhere (1997)*

May 4, 2011

*) Viewer Discretion Advised (HA-HA)

Ja, irgendwie nicht mehr so richtig Modeblog, wenn man die gängige Definition von Modeblog betrachtet, also mit netten Wallekleider und TopShop-Stiefeletten auf der Wiese frohlocken und sich dabei fotografieren, schweife ich immer weiter von meinem eigentlichen Thema ab -aber: letztens habe ich mir zwei Paar Schuhe gekauft!-und möchte ihm einen neuen Titel geben (einen von zahlreichen) und zwar “Gregg-Araki-Fangirl-Blog”. Wäre dieser Film jetzt Sofia Coppolas Virgin Suicides könnte ich diesem Post getrost den inflationär verwendenten Titel “Inspirationen” geben, wie er auch eben hier schon inflationär verwendet wurde. Ich gebe ihm trotzdem diesen Titel, völlig ungetrost.
Wenn man sich nicht sowieso schon um meine Psyche Sorgen machen sollte, dann vielleicht jetzt, wo ich die Beichte ablege, mir nichts Wunderbareres vorstellen zu können, als in einem Film von Gregg Araki zu leben. Ich mache mir selbst deswegen ein paar kleine Sorgen, handeln Arakis Filme doch ausschließlich von kopflosen (und oft auch nachdenklichen) und schönen, promisken  Teenagern (wahlweise homo- bzw. bisexuell) mit dem Hang zur hoffnungslosen Lethargie, getrieben von peinigender Resignation, die ständig in missliche Situationen geraten und im Grunde nichts anderes tun als zu vögeln und sich mit Drogen vollzustopfen, die sie von Mutti und Vatis Geld bezahlt haben, inklusive Weltraumdinosaurier mit Laserpistole. Diese Filme findet man entweder scheiße oder endlos geil (und mit geil meine ich geil –wer mich kennt, weiß, wie sorgsam ich mit diesem Begriff umgehe). Die Titel seiner Werke verspricht schon einiges: Totally Fucked Up, Nowhere und The Doom Generation gehören zur sogenannten Teen Apocalypse Triology. In allen Werken der Trilogie spielt James Duval mit. Weiter zu sehen sind die nackte Rose McGowan, Heather Graham, Christina Applegate mit Zahnspange, Shannen Doherty, Guillermo Díaz (Weeds!), Ryan Phillippe, Mena Suvari und Denise Richards. Einige der SchauspielerInnen sind auch in Beverly Hills, 90210 zu sehen, quasi das Saubermann-Pendant bzw. die gnadenlos genutzte Wichsvorlage (Verzeihung) zu den Trilogie-Filmen. Gregg Araki macht plakative Scheiße und das sollte man lieben.
Kommerzieller Erfolg blieb übrigens seit jeher aus. Alles scheint keinen Sinn zu ergeben. Aber vielleicht genau dadurch ergibt sich eine gewisse Parallele zu unserem realen Leben.

Am Schönsten finde ich dann immer wieder die kleinen Details, die sich wie ein Running Gag durch den Film ziehen. Beispielsweise bei The Doom Generation gehen die Teenager immer wieder Essen kaufen und jedes Mal kostet es 6,66$.
Wir machen jetzt mal was Schönes. So nach den ganzen Untergangs-Postings (im Prinzip geht der Untergang ja hiermit weiter, allerdings in weitaus visuell ästhetischer Weise und mehr für die Lesefaulen mit dem Blick für’s Gute) gibt’s was Aufgewecktes.
Und weil Arakis Filme so bescheuert sind, machen wir hier mit unserer Trilogie-Inspirations-Reihe auch was total Bescheuertes und fangen mit dem letzten Teil, und zwar dem von 1997, an. Genießt zur Abwechslung die gigantische Bilderflut und beschwert euch nicht über lange Ladezeiten. Sowas schaut man nicht auf dem Smartphone an, Highspeed DSL, por favor! Außerdem bitte ich um große Wertschätzung dieser ästhetisch wundervollen Kinematografie. Oooh, direkt aus der Hölle. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die Christen nicht so begeistert waren. Aber die haben hier wohl eh nichts verloren…

araki

nowhere
Draufsicht auf Tisch und Essen- kommt immer wieder vor

duval

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Man achte auf die Kleinigkeiten: Gott ist tot! Nietzsche!

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Candy Charmed!

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Charlie Sheens Ex und Wild Thing, in Nowhere auch nur mehr als schönes Ding. Wild nicht so, obwohl ja schon die Tatsache, in einem Araki-Film mitzuspielen, einem das Prädikat “Wild” gibt. Charlie Sheens Ex zu sein mittlerweile auch.

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Phillippe und Graham als durchgeknalltes Paar mit geschmolzener Schokolade an pikanten Stellen…

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Die großartige Dumpfbacke stilsicher mit Katzenpulli und Metallzaun

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Das Schöne an diesem Meisterwerk? Egal, wieviele Screenshots man postet, es kann unmöglich gespoilert werden.

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4 Responses to Jetzt machen wir mal wieder Inspiration Pt. 1: Nowhere (1997)*

  1. h.anna on May 4, 2011 at 21:34

    schöne bilderflut, und was heißt hier kein modeblog, du hast den ursprung des derzeit brechreiz erregenden trends color blocking gefunden!!!

  2. Cindy on May 5, 2011 at 09:07

    Modeblog, da gibt es doch sicherlich keine wirkliche Definition. Mode ist schließlich nicht nur, was Du trägst, sondern auch, was Du hörst und siehst. ;)

  3. kyra zoe on May 5, 2011 at 17:57

    scheiß auf modeblogs du bist der einzige den ich wirklich lese
    also im wahren sinne des wortes lesen
    und inspiriert bin ich hier durch auch,kannte die filme nämlich noch nicht und spricht mich an
    mehr als outfitpost XY

  4. proletkult on May 5, 2011 at 18:49

    voll gut, ich mus die filme gucken!

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