Jetzt machen wir mal wieder Inspiration Pt.II: The Doom Generation (1995)

August 9, 2011

Nach Teil eins der kleinen dreiteiligen Serie kommen wir jetzt zu meinem liebsten Teil der Teenage Apocalypse Trilogy von Gregg Araki: The Doom Generation. Der Inhalt ist relativ schnell umrissen: Ein us-amerikanisches Teenager-Pärchen (Jordan White und Amy Blue), umgeben von Tod, Verderben, Essen und Sex, stolpert durch die neblige Nacht, die im Grunde nichts anderes ist als das Leben, von denen beide allerhöchstens einen Funken Vorahnung zu haben scheinen. Ob bewusst oder nicht, sei mal dahingestellt. Dazu gesellt sich Bad Boy Xavier Red, der die beiden immer wieder aus der Scheiße zieht und durch seine Anwesenheit die beiden in ihrer schon existierenden Instabilität noch mehr ins Schwanken bringt.
Das Gefühl, das die beiden ständig umgibt, kommt einem zumindest einmal bekannt vor. Und doch wird diese Beschreibung dem Film in keinster Weise gerecht. Gregg Arakis Teenage Apocalypse Trilogy darf man, ja muss man als ein plakatives Werk betrachten, das komplexe Gefühlswelten von Teenagern im modernen Nordamerika sehr plakativ und allegorisch zeigt, dabei aber immer sehr sensibel bleibt und sehr viel Liebe für seine Protagonisten hat, wenn man hinter die Fassade schaut. Bedrohungen von außen sind sehr simpel dargestellt, dafür aber extrem: Blue, White und Red (könnte ja durchaus eine Anspielung auf die Farben der Flagge der Vereinigten Staaten sein) müssen ständig um ihr Leben bangen. Selbst im Supermarkt oder beim Drive-In einer Fast-Food-Kette. Daneben passiert dem Anschein nach eigentlich nicht viel.
Sie befinden sich zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Kinderspielzeug (Dinos) und Sex. Also, irgendwo da, halt. Und nirgends. Wenn Amy Blue ihren Freund Jordan White fragt: “Where have you been?” und er mit “Nowhere.” antwortet, dann ist das die Antwort auf alles.
Nicht zuletzt heißt der dritte Teil der Trilogie Nowhere. Es geht in seinen Filmen nicht primär um die Story, denn die ist alles andere als logisch, sinnig und tiefgründig. Aber das ist auch gar nicht wichtig. Vielmehr geht es um die Bilderwelten, die den Teenage-Zeitgeist zum Ausdruck bringen, der dann vielleicht doch zeitloser ist als man glaubt.
Und auch Amy bringt es auf den Punkt, als sie aus Versehen einen Hund überfährt: “The world sucks.” So ziemlich, ja.
Gregg Araki versteht’s.

gregg araki

araki
Draufsicht auf’s Essen wie schon im ersten Teil!

james duval

rose mcgowan
Keine Alternative: AMERICA –LOVE IT OR LEAVE IT

film


Achtung, hinter dir! –Gregg Araki weiß es, Bilder zu schaffen.

Der Soundtrack kann sich auch sehen lassen: NIN, Aphex Twin, The Jesus & Mary Chain, The Verve und andere.

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One Response to Jetzt machen wir mal wieder Inspiration Pt.II: The Doom Generation (1995)

  1. Obelix on August 13, 2011 at 02:04

    Yo genau so ist es. Wir leben mehr im Zeitalter von der bösen Königin, als in dem von Schneewittchen.
    Spieglein, Spiegelein an der Wand, wer ist hier die aller Schönste im Land. Das bin doch ich und die 7 Zwerge hätte ich auch noch gerne, nur sollten es keine Zwerge sein, sondern vielleicht besser Prinzen ritter oder sonst was ähnliches. Und wieso eigentlich bloß 7, ich schaffe auch mehr.

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